• Israel Reiseleiter

Nationalpark Ein Avdat

Aktualisiert: Mai 17


Aus der Paran Wildnis leitete Moses die Kinder Israel in die Wüste Zin. Das Wasser war knapp, und das Volk Israel murrte arg mit Aharon und Moses und lamentierten das es besser gewesen wäre in Ägypten zu bleiben. " Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stabe zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh." (Numeri 20:1-11). Nachdem hier der Stamm Juda sich angesiedelt hatte, war dies die Südgrenze des biblischen Königreichs (Joshua 15: 1).

Vor Millionen von Jahren wechselte der Zin Fluss seine Richtung aufgrund tektonischer Aktivitäten. Das Wasser schnitt eine tiefe Schlucht in den weißen Kalkstein, und die dunklen Streifen im Gestein sind Feuerstein Schichten. Die weichen Schichten unterhalb des Kalksteins wurden weggespült, und ein Wassertunnel bildete sich. Als das Kalkstein Dach vor ungefähr 45.000 Jahren einstürzte blieb zurück die heutige Schlucht.

Die drei Quellen in der Schlucht bilden eine Oase mit Tamarisken, Schilf, Euphrat-Pappeln und anderer Vegetation. Die Wasserlöcher unterstützen das Wachstum von Algen, Moosen und Farnen. Auch eine atlantische Terebinthe, etwa 250 Jahre alt, steht hier.

Die Schlucht und Oase laden zu einer wunderschönen Wanderung in der Natur ein. Man beginnt von der Nordseite, geht zu den Wasserlöchern und dann die in den Fels geschlagenen Stufen hoch.


Unterwegs trifft man auf Steinböcke die elegant am Kliff entlang stolzieren. Tristramstare, Grauschmätzer, Steinkappenschmätzer, auch Adler oder Geier sind zu sehen. Füchse, Hyänen, Wölfe und sogar Leoparden sind in der Gegend, aber ich konnte in all den Jahren nur ihre Pfotenabdrücke finden; zu Gesicht bekommen habe ich leider keinen dieser Jäger.

Besonders im Frühjahr kann man entlang des Weges sehen, das der Fels feucht ist von Miniquellen. Anschließend steht der Anstieg entlang der 70 Meter hohen Klippe bevor. Achtung: Ab hier ist es Einbahnstraße! Wer sich den Weg nicht zutraut geht hier zurück zum Parkplatz. Kurz vor dem Ende sind zwei Eisenleitern in den Fels eingelassen. Für dieses Stück ist es sehr ratsam beide Hände zum Festhalten frei zu haben.

Schwer ist der Weg nicht, ich habe ihn in der Vergangenheit sogar mit einer Blindengruppe gemeistert! Gehzeit ist eine gute Stunde, maximal 1.5, aber selbstverständlich sollte immer Wassser mit sich geführt werden, und Wanderschuhe/Wandersandalen sind Pflicht.

Am Ausgang an der Südseite vom Nationalpark Ein Avdat kann der Bus die Gruppe wieder aufnehmen. Dort gibt es auch einen Kiosk mit kalten Drinks und erfrischendem Eis. Seit kurzem ist dieser Bereich auch behindertengerecht ausgebaut worden.


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