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Grauschmätzer: Mausgrau in der Wüste

Aktualisiert: Okt 12

Der zutrauliche Grauschmätzer (lateinisch Oenanthe melanura), ist weit verbreitet in Israels steinigen Wüsten: Negev, Arava, Totes Meer und auch in der Jordan Senke ist er zu finden. Aber auch im Sinai und in Jordanien entlang des Jordans und des Toten Meeres ist dieser sympathische mausgraue Schmätzer zuhause.

Grauschmätzer gehören zu den Fliegenschnäppern, denen auch die Nachtigall, das Rotkehlchen, der Steinschmetzer, und viele andere Singvögel angehören. Nur in der sogenannten Alten Welt gibt es Schmätzer, die meisten Arten in Afrika und Asien. Übrigens, schmatzen tue unser kleiner Vogel garantiert nicht! Der Name Schmätzer wurde ihnen gegeben, weil einige sogenannte Experten meinten, das der Gesang an schmatzende menschliche Zeitgenossen erinnert. Eine deftige Beleidigung für unseren Grauschmätzer!

Unser Grauschmätzer ist ein kleiner Vogel mit 14 Zentimetern und schafft auf der Waage so etwa 15 Gramm. Sein Kopf und die Augen sind verhälnismäßig groß im Vergleich zum Körper. Der Schnabel ist flach und breit und hat kräftige Borsten. Er ist kurzbeinig mit kleinen Füßen, und die Flügel sind relativ lang und spitz.


Auf Englisch heißt er "Blackstart" aufgrund seines schwarzen Schwanzes mit dem er ständig "wedelt", und deshalb wird er auch auf Deutsch Schwarzschwanz genannt. Und auch noch einen dritten und sogar vierten Namen hat er: Schwarzschwanz-Felsschmätzer und Schwarzschwanz-Steinschmätzer. Eigentlich sollte es wieder mal ein gutes Beispiel sein, und sich nur auf die zwar umständliche, aber immer genau definierte, lateinische Bezeichnung zu berufen. Aber auch hier hat unser Piepmatz gleich drei wissenschaftliche Namen: Anfang der 19. Jahrhunderts nannte man ihn Saxicola melanura, dann ein paar Jahrzehnte später hieß er Cercomela melanura. Und vor nur einigen Jahren bekam der Grauschmätzer unter Brücksichtigung genetischer und evolutionärer Aspekte seinen aktuellen Namen Oenanthe melanura. Kurzum, auch ein Vogeleben kann kompliziert sein.

Männchen und Weibchen sehen nahezu identisch aus, und beide brüten und ziehen die Küken auf. Die Nester sind in Felsspalten und 3-5 Eier werden gelegt. Gut getarnt sitzt der mausgraue Grauschnäpper im Gestrüpp und auf Ästen.

Auf der Speisekarte stehen Insekten, die überwiegend am Boden erbeutet werden.

Es ist meistens einfach unseren kleinen gefiederten Freund zu fotografieren, da er brav und kooperierend sitzen bleibt und mit viel "Cheese" in die Kamera blickt….


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