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Tristramstar - der Freund der Fotografen

Aktualisiert: Mai 17

Jeder der hier in Israel auf Masada oder am Toten Meer war, hat den zutraulichen Tristramstar gesehen und vor allen Dingen auch gehört.

Der britische Naturforscher und Theologe Henry Baker Tristram beschrieb diesen zu den Staren gehörenden gefiederten Freund erstmals in seinem Reisetagebuch von 1864, und nach ihm wurde der Vogel benannt (Onychognathus tristramii).


Tristramstare sind sehr gesellig und versammeln sich häufig zu großen Schwärmen, und ihr lautstarker Ruf "wii-oouu-iii" ist nicht zu überhören - ihren Schnabel können sie selten zumachen. Hier gibt es gute Stimm-Recordings: http://www.xeno-canto.org/species/Onychognathus-tristramii


Sie sind nicht scheu und man kann sich ihnen mit der Kamera leicht nähern - und somit sind Tristramstare definitiv der Freund eines jeden Fotografen.

Mit einer unbeschreiblichen Frechheit rotten Tristramstare sich in einer Gruppe zusammen, um dann den armen Touristen mit perfektem Teamwork ihr Essen zu klauen. Das ist sicher nicht die feine englische Art, und erinnert dann schon fast mehr an den Hitchcock Film "The Birds"...

Das Gefieder ist glänzend schwarz, die Weibchen haben einen anthrazitfarbenen Kopf und Hals. Die orangefarbenen Flügelenden machen sie leicht identifizierbar. Er ist 25-30 Zentimeter lang und bringt satte 110-135 Gramm auf die Waage.

Die Speisekarte umfaßt Beeren, Früchte wie Datteln und Weintrauben, Insekten (gerne gepickt von parkenden Autos), Schnecken, sowie Parasiten vom Vieh und Steinböcken. Tristamstare können Wasser einlagern um Hitze und Wassermangel in der Wüste zu überstehen.

Der östliche Sinai, Westen der arabischen Halbinsel und Jordaniens, sowie im Süden Israels ist der Tristramstar beheimatet. Vorzugsweise in den unter dem Meeresspiegel liegenden Toten Meer und der Arava Senke, felsige Gegenden und Schluchten bevorzugen die Tristramstare. Allerdings ist er ein "Kulturfolger" und kann sogar mitunter in Jerusalem gesehen werden. In Israel nimmt er stark zu, da mehr Landwirtschaft in Wüstengebieten betrieben wird und dadurch das Futterangebot reichhaltiger ist.


Zwischen März bis Juni brüten sie häufig zweimal, legen jedes mal 3 - 5 Eier. Das Nest, gepolstert mit Federn, wird in Felsspalten und Felshöhlen gebaut. Neuerdings nisten die Tristramstare auch in Hohlräumen von Gebäuden, und das Nest aus Zweigen wird nett gepolstert mit Federn, Haaren und anderem weichem Material.

Bitte sie nicht füttern, denn Kartoffelchips, Kekse, Schokolade und ähnliches bringen ihren Metabolismus durcheinander und das kann für sie tödlich enden!


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