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Oskar Schindlers Grab in Jerusalem

Aktualisiert: Aug 24

Oskar Schindler, berühmt geworden durch Steven Spielbergs “Schindlers Liste” starb am 9. Oktober 1974 in Hildesheim. Er wurde auf dem katholischen Friedhof der Franziskaner am Zionsberg in Jerusalem begraben.

Es war der Wunsch Oskar Schindlers in Jerusalem bei "meinen Kindern" - der von ihm geretteten Juden - begraben zu werden, und der wurde ihm selbstverständlich erfüllt. Auf seinem sehr einfachen Grab steht der Satz „Der unvergessliche Lebensretter 1200 verfolgter Juden“.

An der südlichen Seite des Zion Berges, zwischen Dormitio Abtei und dem so genannten Blutsacker findet man den katholischen Friedhof, die Straße heißt Maaleh HaShalom.

Vom Eingang des Eisentors vom Friedhof (geöffnet 8.30 -12.30 Uhr Montags-Freitags) geht man mehr oder weniger gerade aus nach unten, fast bis zum Ende des Geländes. Links sind die Gräber polnischer Opfer des WWII. Das Grab Oskar Schindlers sticht klar aus der Schar der mal mehr, mal weniger gepflegten Gräber rund herum hervor: Nur auf Schindlers Grab liegen die vielen kleinen Steinchen, die Juden traditionell in Gedenken auf ihre Gräber legen. Und so mancher Besucher legt auch ein paar Blumen darauf.

Der mittellos gewordene Lebemann Oskar Schindler hatte seinen letzten Lebensabschnitt bei Holocaust-Überlebenden in Jerusalem verbracht. Er war verarmt und auf die finanzielle Unterstützung jüdischer Organisationen und des Staates Israel angewiesen. Er pendelte zwischen Frankfurt am Main und Jerusalem hin-und-her. Im Jahr 1961 besucht Oskar Schindler erstmals Israel, und über 200 der von ihm geretteten Juden und Israelis bereiteten ihm einen enthusiastischen Empfang.

Während des Holocausts beschäftigte Oskar Schindler in seinen polnischen Munitions- und Emaille-Fabriken jüdische Arbeiter um sie so vor den Nazis zu schützen. Schindler investierte am Ende sein gesamtes Vermögen in seine Rettungsaktion. Das Geld wurde verwendet um Papiere fälschen zu lassen, hochrangige Nazi-Offiziere zu bestechen, für Medikamente und Nahrung auf dem Schwarzmarkt. Am Ende des Krieges war Oskar Schindler bettelarm und staatenlos, Deutschland hatte ihm die Staatsbürgerschaft aberkannt. Obendrein wurde Schindler zur Zielscheibe von Rechts-Extremisten. Nach Kriegsende 1945 lebten Schindler von der finanziellen Unterstützung der jüdischen Hilfsorganisation Joint. In 1949 wanderten die Schindlers nach Argentinien aus, und er Schindler sich erfolglos als Landwirt, und kehrte hoch verschuldet 1957 nach Deutschland zurück. Die Zementfabrik die er aufbaute, ging Bankrott, und sein restliches Dasein fristete er in finanzieller Not.



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