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Die Hochzeit von Kana

Aktualisiert: Mai 8

Die Skyline des heutigen arabischen Städtchens Kafr Kana wird von Minaretten, und nicht von Kirchtürmen, geprägt. In der modernen Stadt sind die Christen heute deutlich in der Minderheit. Aber in der Zeit Jesus war Kana weit mehr als Nazareth entwickelt, und war ein Ort blühenden Lebens. Während der römischen (137 v.Ch.- 323 n.Ch.) und byzantinischen Zeiten (323 -636 n.Ch.) war es eine jüdische Stadt und Residenz der priesterlichen Clans.

Bei der Hochzeit von Kana (Johannes 2:1-11) feierte das ganze Dorf für einige Tage mit, es waren mehrere hundert Gäste anwesend, und dann passierte die große Peinlichkeit: Dem Gastgeber ging der Wein aus. Maria drängte Jesus zum Handeln, und Wasser zu Wein war das erste Zeichen Jesus von dem nur das Johannesevangelium berichtet.

Die Hochzeit fand am dritten der Woche statt, also einem Dienstag. Im Judentum war dies der klassische Hochzeitstag. Heute wird in Israel mit Vorliebe am Donnerstag geheiratet (Freitag und Samstag ist unser Wochenende) damit Gäste und Brautpaar sich anschließend ausruhen und ausschlafen können. Warum aber der Dienstag? im Buch 1. Moses steht über die Schöpfungsgeschichte, das der HERR täglich sein Werk segnete, aber am dritten Tag gab es zwei Segnungen des HERRN: Eine für die Teilung zwischen Erde und Meer, und eine für die Pflanzen und Bäume. Und nach jüdischem Brauch sollte eine Ehe geschlossen werden an dem Tag, an dem der HERR zweimal einen Segen sprach: Einen für die Braut und einen für den Bräutigam. Aber auch andere wichtige Dinge sollte man an Dienstagen erledigen: Wahllen abhalten im modernen Staat Israel, neuen Job beginnen, wichtige Verträge unterschreiben, und ähnliche Dinge.

Es gibt zwei Hochzeitskirchen: Vorne an der Hauptstraße liegt die Griechisch-Orthodoxe mit dem dunklen Dach, und dahinter in einer Seitengasse die katholische Kirche mit dem grünlichen Kupferdach. Beide Kirchen haben je zwei Türme, sie symbolisieren den doppelten Segen: Je einen für Braut und Bräutigam.

Die griechisch-orthodoxe Hochzeitskirche ist kreuzförmig und wurde 1885 erbaut. In der Kirche sind zwei alte Steingutgefäße zu sehen, und viele Christen glauben, dass sie von der Hochzeit stammen.

Die katholische Hochzeitskirche stammt aus dem Jahre 1883, und ist nach Aussage der Franziskaner auf den Überresten des Hauses des Wunders gebaut. Auch hier ist ein alter Krug, von dem gesagt wird er sei von der biblischen Hochzeit.

Überall in den Souvenirgeschäften wird der sogenannte Hochzeitswein von Kana angeboten. In und um Kafr Kana herum wird kein Wein heute angebaut. Es gibt sehr einfachen Wein, und hochwertigen aus bekannten Weinkellereien, die dann nur einen Kana Hochzeitswein Aufkleber über das eigentliche Etikett bekommen. Na dann, Le Chaim (Prost).


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