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Bülbül mit gelben Popo

Aktualisiert: Mai 16


Der etwas merkwürdig klingende Name Bülbül stammt aus der persischen und türkischen Sprache, und bedeutet soviel wie Nachtigall. Aber auch unter dem ebenso seltsamen Begriff Haarvögel sind sie bekannt - dabei dachte ich immer Vögel haben Federn .....


Wie alle Bülbüls gehört der in Israel vorkommende Gelbsteißbülbül (Pycnonotus xanthopygos) zu den Sperlings-Vögeln. Unser gefiederter Freund mit dem gelben Popo wird mitunter auch Vallombrosabülbül genannt.

Der Gelbsteißbülbül lebt das ganze Jahr im süd-östlichen Mittelmeerraum: Südtürkei, Syrien, Libanon, Israel, Jordanien, und Sinai. Hier findet man ihn in den Mittelmeer- und in den subtropischen Vegetationszonen bis zu maximal 2.000 Metern Höhe, und ebenso am Toten Meer bei minus 430 Meter unter dem Meeresspiegel.

Mit etwa 20 Zentimeter ist dieser Bülbül ungefähr Amsel-groß, und beide Geschlechter ähneln sich in Größe und Aussehen. Der gelbe Steiß, das schwarze Gesicht mit dem deutlichen weißen Augenring machen den Gelbsteißbülbül leicht identifizierbar. Des weiteren hat er im Kopf-Nacken Bereich dünne Federn, wie übrigens alle Bülbüls (daher auch der Begriff Haarvögel). Aufgestellt siehrt es fast wie eine Krone aus. Der Hals und die Flügel sind eher kurz geraten, während der leicht gegabelte Schwanz ziemlich lang ist.

Der kräftige Gesang ist flötend, einhergehend mit zwitschernden Strophen, in etwa wie "whee-too-too"- oder so ähnlich,,,.

Gelbsteißbülbüls nehmen das Erste Buch Moses "seid fruchtbar und vermehret euch" sehr ernst: Mit 2 - 3 Bruten von April bis August sorgen sie für reichlich Nachwuchs. Ein Nest, gebaut aus Zweigen, gut gepolstert mit Halmen und Blättern, liegt niedrig in Büschen oder kleinen Bäumen. Die 2-4 weißlichen Eier sind gefleckt mit diversen Farben. Das Weibchen brütet etwa 13 bis 14 Tage lang. Das Männchen bringt ihr die Nahrung und löst sie beim Brüten nur gelegentlich ab - die Hauptlast liegt beim Weibchen. Beide Eltern füttern die Küken mit Insekten. Gegen Ende der ersten Woche sind die Jungvögel gut befiedert und können das Nest im Alter von etwa 16 Tagen verlassen.

Gefressen werden vorwiegend Früchte und Insekten, aber auch Samen, Blätter und Blüten, gelegentlich sogar Würmer und andere Weichtiere. Während der Brutzeit stehen vermehrt tierisches Eiweiß auf dem Speiseplan. Die Insekten werden meistens im Flug gefangen, und dannoft "gestapelt" im Schnabel zum Nest gebracht. Ein breites Nahrungsspektrum garantiert gute Überlebenschancen, und unser Gelbsteißbülbül erreicht in der Natur ein Alter von etwa 8 Jahren.


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